22. Juni 2010
Will: „Landkreis Starnberg braucht endlich ein Kooperationsmodell!“

München – Die FDP-Landtagsabgeordnete Renate Will fordert die Einrichtung eines Kooperationsmodells mit Realschule und Hauptschule unter einem Dach im Landkreis Starnberg. „Es ist an der Zeit, dass diese zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Schullandschaft endlich auch hier umzusetzen“, sagte Will. „Das FDP-Modell einer Kooperationsschule ist nicht nur ein pädagogisch wertvolles Angebot. Es würde auch die bestehenden Realschulen spürbar entlasten.“
Mehrere Zeitungen hatten zuvor über lange Wartelisten für die kommenden 5. Klassen an den Realschulen in Gauting und Tutzing berichtet. Restplätze gebe es nur noch an der Realschule in Herrsching. Als Grund für den Ansturm auf ihre Schule sehen die Schulleiter die neuen Übertrittsregelungen, die auf Druck der Liberalen im Bayerischen Landtag mehr Kindern den Weg zu einer weiterführenden Schule eröffnet haben.
Die rasche Einrichtung eines Kooperationsmodells würde laut Will zu einer deutlichen Entspannung beitragen. Notwendig sei dafür im Landkreis die Neugründung einer zweizügigen Realschule mit Ganztagszug in räumlicher Nähe zu einer zweizügigen Hauptschule, die zugleich einem Mittelschulverbund angehören dürfe. Möglich sei auch die Kooperation einer Hauptschule mit einer neu zu schaffenden Zweigstelle einer bestehenden Realschule. Laut den Richtlinien des Kultusministeriums können beide Schulen unter einem Dach gemeinsamen Förderunterricht anbieten und auch in den Hauptfächern kooperieren. Ziel ist, möglichst vielen Schülern den Zugang zum mittleren Schulabschluss beziehungsweise zur Mittleren Reife zu ermöglichen.
Will appellierte an den Kreistag Starnberg, rasch die Weichen für die Einrichtung eines Kooperationsmodells zu stellen. „Wir brauchen für unsere Kinder keine Wartelisten, sondern die besten Bildungschancen“, sagte Will.
zurück
drucken